Grohe Objektreportagen
Grohe Objekt Spezial 10
Krankenhausbau

Krankenhausbau

01 KAISER-FRANZ-JOSEF-SPITAL, WIEN

Das Gelände des Kaiser-Franz-Josef-Spitals in Wien hatte sich seit der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau in den 1950er Jahren durch zahlreiche Um- und Anbauten in ein betriebsorganisatorisches und städtebauliches Chaos verwandelt. Der siegreiche Entwurf der Nickl & Partner Architekten AG griff die ursprüngliche Idee eines Krankenhauses im Park wieder auf: Dachgärten verbinden sich mit einer für den gesamten Stadtteil nutzbaren Parklandschaft, die die Qualität des Außenraums auch ins Innere bringen. Die Modularität des Grundrisses ermöglicht dem Krankenhaus Raum für zukünftige Entwicklungen, ohne die Grundstrukturen zu zerstören.

Objekt I SZX Teilneubau KFJ Teilprojekt 2, Neubau Mutter-Kind- und OP-Zentrum; Bauherr I Stadt Wien, Wiener Krankenanstaltenverbund; Architekten und Generalplaner I ARGE GP KFJ und Nickl & Partner; Architekten AG, München; Projektleiter I Alexander Deutschmann; Kosten I 150 Mio. Euro; BRI I 179.179 m³; BGF I 39.854 m²; Nutzfläche I 19.893 m²; Eröffnung I 2016; GROHE-Produkte I WT-Armaturen: Grohtherm Ergomix und Euroeco Spezial

1 Haupteingang; 2 Eingang Liegendkranke; 3 Eingang Kinder/Jugend Ambulanz; 4 Wartebereich; 5 Arbeitsmedizinischer Dienst; 6 Untersuchungsräume, Ambulanzen; 7 Kinder/Jugend

 

 

02 KLINIKUM SILOAH-OSTSTADT-HEIDEHAUS, HANNOVER

Eine Nutzer-Befragung im Vorfeld des Plangutachtens lieferte frühzeitig die Prinzipien für den Neubau am Standort Siloah: Interdisziplinär, flexibel und prozessorientiert wünschten es sich die Ärzte, Pflegekräfte sowie Mitarbeiter. Das Ergebnis ist ein klar strukturiertes Klinikgelände mit innovativem Gestaltungskonzept im Neubau, für welches die a|sh architekten 2012 mit dem AIT Healthcare Application Award ausgezeichnet wurden.

Die Pflegegeschosse kragen in Richtung lhme über den zweigeschossigen Sockel aus, der durch seine zurückspringende und farblich neutral gehaltene Fassade den Eindruck vermittelt, dass die übrigen Pflegegeschosse „schweben“.

Am Standort Siloah in Hannover an den Flussauen der Ihme haben a|sh architekten für die Klinikum Region Hannover GmbH die aus den 1950er und 1960er Jahren stammenden Krankenhäuser Siloah und Oststadt-Heidehaus in einem Neubau mit 535 Betten zusammengeführt. Das Gebäude besteht aus einem massiven, zweigeschossigen Sockel und drei darüber auskragenden Bettenhausriegeln mit jeweils fünf Pfl egegeschossen. Der 2014 eröffnete Neubau orientiert sich städtebaulich an einem denkmalgeschützten Altbau, in dem die Klinikverwaltung untergebracht wurde.

Eine neu geschaffene Klinikallee sorgt für eine klare, lineare Erschließungsstruktur von der südlichen bis zur nördlichen Grundstücksgrenze und ordnet das Gelände in Alt- und Neubauten. Unter der Klinikallee liegt unterirdisch der Wirtschaftshof, über den die gesamte Logistik des Neubaus abgewickelt wird.

Mehr als 85 Jahre Bürogeschichte, über 180 Mitarbeiter und acht Standorte bundesweit: Die a|sh architekten gehören zu den großen und traditionsreichen Architekturbüros in Deutschland.
Die Gesellschaft für Architektur und Generalplanung verwirklicht Projekte im Bereich der sozialen Infrastruktur mit den Schwerpunkten Krankenhaus- und Gesundheitsbauten, Bauten für Senioren und Menschen mit Einschränkungen, Bildungsbauten sowie Wohn- und Bürogebäude.

Das Innere des Neubaus wird über eine Magistrale erschlossen, an der sämtliche Wartebereiche und Leitstellen, aber auch die vertikalen Erschließungen in die oberen Stockwerke liegen. Diese parallel zur Klinikallee verlaufende innere Erschließung gliedert das Gebäude und bietet für die Zukunft eine Möglichkeit zur Erweiterung des Baukörpers. Patchworkartig eingestreute Lichthöfe versorgen fast alle Räume mit viel Tageslicht.

Vom Klinikvorplatz mit prächtigen Kastanienbäumen gelangt man zum überdachten Haupteingang und in die lichtdurchfl utete Eingangshalle hinein, die wie eine Hotellobby wirkt.
Die Halle ist auf beiden Seiten raumhoch verglast und ermöglicht Blickbeziehungen zwischen Ihme und Altbau, was dem Gebäude einen lichten und transparenten Charakter verleiht.

Im Krankenhaus der Schwerpunktversorgung kümmern sich rund 700 Ärzte und Pflegekräfte in insgesamt zwölf Fachabteilungen um die Patienten. Das Erdgeschoss des Neubaus wurde als zentrale Untersuchungsebene gestaltet.
Hier befinden sich die ambulanten Behandlungsbereiche: Dazu zählt die Notaufnahme sowie ein neuartiges interdisziplinäres Aufnahme- und Untersuchungszentrum.

Im ersten Obergeschoss sind alle Behandlungen, die eine Narkose benötigen, gebündelt. Darüber hinaus wurde eine räumliche Zusammenführung der interventionellen und operativen Behandlungsformen auf einer Etage erreicht. Ehemals getrennt arbeitende Fachabteilungen erzielen mit der gemeinsamen Arbeit in einem Raum hohe Synergieeffekte.

Wichtig für die Prozessoptimierung im Betriebsablauf waren in der Planung die realisierten Raum- und Funktionsbeziehungen und die direkte Nähe wichtiger Funktionseinheiten untereinander. Eine Planung mit Standardraumkonzepten ermöglicht es, optimal auf künftige Entwicklungen eingehen zu können.

Objekt I Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus, Hannover; Bauherr I Klinikum Region Hannover GmbH; Architekten I a|sh architekten; Projektleiter I Dipl.-Ing. Torsten Petroschka, Geschäftsführer; Kosten I 192 Mio. Euro; BGF I 62.000 m²; Nutzfl äche I 32.000 m²; BRI I 258.000 m³; Eröffnung I 2014; GROHE-Produkte I WT-Armaturen: Euroeco Spezial, Grohtherm Ergomix und Eurosmart CE Infrarot; Thermostat Grohtherm 2000 Spezial, Brauseset Tempesta, Installationssystem Rapid SL

 

 

03 EIN QUANTENSPRUNG AM UNIKLINIKUM DES SAARLANDES

Die Universitätsmedizin im Saarland wurde mit dem zentralen Neubau der Inneren Medizin IMED in unmittelbarer Nähe zu Chirurgie und Diagnostikzentrum des UKS verstärkt. Im ersten Gebäudetrakt, 2015 fertiggestellt, befinden sich die Kliniken Innere I und III sowie ein Teil der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Nach Abschluss der Gesamtbaumaßnahmen 2017 werden alle fünf Fachrichtungen der Inneren Medizin sowie Forschung und Lehre unter einem Dach vereint sein.

Die frühere dezentrale Verteilung der internistischen Kliniken auf 12 Standorte gehört der Vergangenheit an: Die Neuanlage konzentriert sich auf möglichst wenig Raum. Die optimale Verwertung der Gebäudekubatur zugunsten einer hohen Nutz- und einer reduzierten Verkehrsfläche ist Garant für kurze Wege im Inneren des Hauses. Im ersten Bauabschnitt legt sie besonderes Augenmerk auf die Werte soziale Verträglichkeit und menschliche Zuwendung und im zweiten Bauabschnitt auf die Interessen der Forschung und Lehre. Die Fassadengestaltung in Nuancen von kraftvollem Grün leistet einen sinnvollen Beitrag zur lokalen Baukultur. Zartere Farbvariationen des Grüns der Fassade überziehen Wände und Innenausbauten im großzügigen Foyer und in der auf einer Plattform über dem Haupteingang liegenden Cafeteria.
Panoramafenster mit Blick auf das Campusgelände, eine überlegte Lichtführung im ganzen Haus, feinsinnig gestaltete Innenräume in sonnig warmen, sandigen oder erdigen Farbtonfolgen und an die Natur angelehnte Ausbaumaterialien in den Patientenzimmern bieten eine große Chance für die Identifi kation der Mitarbeiter mit dem Mandat des Hauses und für die Regeneration der Patienten.
Ein selbstständiges Lichtkunstobjekt heißt Patienten, Besucher und Mitarbeiter im Foyer der Klinik willkommen. Ein Ort jenseits der Hochleistungsmedizin, mitten im Klinikalltag, ist der direkt durch das Foyer erreichbare „Raum der Stille“, der Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern gleichermaßen offensteht – ein künstlerisches Raumwerk voller Licht, Schatten, Energie und Kraft. Hier und im Foyer des Hauses treten Architektur und Kunst in einen spannenden Dialog.

IMED – ein barrierefreies Haus. Von den Zugängen zum Haupteingang, über die taktile Führung vom Eingangsbereich durch die Halle bis zu den unterfahrbaren Informationstheken und
Schwesternstützpunkten.

Objekt I Neubau Klinik für Innere Medizin, 1. BA und 2. BA; Bauherr I Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg; Architekten I wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh, Frankfurt am Main; BGF I 44.300 m²; GROHE-Produkte I WT-Armaturen: Eurosmart CE und Euroeco Spezial, Thermostat, Grohtherm 2000 Spezial, Vorwandelement Rapid SL für WC, Betätigungsplatte Skate Air